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Montag, 4. April 2011

Möhrenerente (2 Gedichte)

Vorwort: Das hier als erstes vorgestellte Gedicht, hat mich zu einer dichterischen Antwort motiviert :-)

"Eine Möhre, krumm und klein, wollt in mein Körbchen 'rein.
Doch Frau Bienert meinte "Nein", diese ist nicht wohl und fein.
Ihre Kunden sind verwöhnt: kleine Krumme sehr verpönt.
Und so lass' ich, Gott vergelt', die kleine Krumme auf dem Feld."
von SR



und hier meine karottige Antwort :-)

"Oh nein, ich verstehe es wirklich nicht,
das bei uns hat die äußerliche Form immer noch ein so großes Gewicht...
und ich werde es nie verstehen,
denn so wird das auf Dauer auch bestimmt nicht weitergehen.

Bei uns in der Demeter Gärtnerei,
ist mir das jedenfalls nicht einerlei
und so packe ich jede Karotte ein,
egal ob "angeblich" zu dünn, zu gespalten, zu krumm oder zu klein.
Letztlich schmecken super lecker wirklich alle
und einfachmal genießerisch hinzuschmecken hilft dabei zu kommen aus der optischen Falle.
Rodelika, so heißt meine Lieblings-Demeter-Karottensorte,
die schmeckt - in welcher Form auch immer - nehmt mich ruhig beim Worte"

Sonntag, 20. Juni 2010

über "Realisten" und visionäre "Träumer"

Wenn Realisten wüßten, wie sehr sie in Wirklichkeit nur träumen
und in Ihrem einseitigen befangenen Denken,
uns ständig von neuen fruchtbaren Wegen ablenken,
dann würden diese innerlich anfangen zu schäumen.
Denn vieles gutes Neues tuen sie ständig mit Ihrem Realismus blockieren,
ja und sie tuen sich dabei noch nicht mal genieren.

Positive Visionäre mit Ihren verrückten Träumen,
erschaffen für uns ständig neue Lebensräume.
Mit ihrer ungezähmten Geisteskraft,
wird das Undenkbare unvoreingenommen gedacht,
und so zum Glück endlich ans Licht unserer Welt gebracht.

Donnerstag, 2. Juli 2009

Die Sonne in uns

Ja die Sonne in uns
die bringt uns Wonne.

Sie strahlt aus uns heraus,
denn wir sind ihr Haus.

Auch wenn wir glauben sie nicht zu sehen,
so tut sie dennoch ständig in Ruhe in uns ihre Bahnen drehen.

Von innen heraus gibt sie uns ständig Wärme
und wir können sie überall spüren bis tief ins Gedärme.

Obwohl sie ist wahrhaft unermesslich groß,
tragen wir kleinen Menschen sie in unserem Schoß.

Sie zeigt uns ständig unsere wahre Größe,
darum ist ihr auch keiner jemals böse.

Sie zeigt uns wer wir sind:
ein gänzlich unbegrenztes Menschenkind.

Dienstag, 21. April 2009

Der Berg

Eines Tages muß man sich überwinden,
den eigenen Kraftort zu finden.

Diese Suche ist schwer
und Ergebnisse ohne Gewähr.

Der Aufstieg auf einen Berg
immer ein lohnendes Werk.

Doch der Weg ist nicht leicht
und der Anstieg meist nicht seicht.

Auf den großen Höhen
gibt es oft heftige Böen,

und viel Entbehrung und Schweiß
sind der zu zahlende Preis.

Hat man es auf den Gipfel geschafft
und besinnt sich still, so ist man in der Kraft,
die des Berges Geist in uns entfacht.

Vereint mit dem Berg,
als kleiner Menschenzwerg.

Fürwahr ein richtig großes Stück
vom großen Lebensglück.

Samstag, 11. April 2009

Holzengel

Dem Engel aus Holz, dem wurde recht bang,
denn sein Schwengel war doch gar zu lang.

So ging er neue Wege,
und besorgte sich 'ne Säge.

Als er dann später etwas rief,
war seine Stimme nicht mehr tief.

Er kam sofort in den Himmelschor,
und ich ihn aus den Augen verlor.

Freitag, 10. April 2009

Der Brei

Er aß gern Brei,
dabei war es ihm einerlei
wie viel es auch sei.

Er aß,
nein, besser, er fraß,
wobei er schief saß
mit tropfender Nas',
dabei umgab ihn meist Gas.

Er aß mit Eifer,
dabei tropfte der Geifer,
er war voller Gier,
nein, das war keine Zier!

Er konnte nicht lassen,
den Brei in sich reinzuschrassen.

So ging das tagein und tagaus
und täglich sah er fetter aus.

Weil er den Mund nie aufräumte,
er manchmal schon schäumte,
und er dann träumte
von großen Breihaufen,
die wollte er nämlich bald kaufen,
aber er konnte bereits nicht mehr laufen!

Zum Schluß dieser Mann aus Brei
sprang einfach entzwei,
oh wei, oh wei…

Dienstag, 7. April 2009

Mutter

Hat man eine Mutter,
dann ist natürlich alles in Butter.

Denn dann fehlt nur noch die Schraube,
für die Montage der Dunstabzugshaube.

Eine Mutter ist überaus notwendig - ja sogar lebenswichtig
und genau an dieser Stelle sitzt sie dann auch goldrichtig.

Sie zu ersetzen hieße zu verletzen,
nämlich die Statik der Haube und das ist kein Aberglaube.

So arbeitet diese Mutter an ihrem Lebenswerk unerkannt und in der Stille,
oh ja - sich diese Position zu suchen - war ihr freier Wille.

Montag, 23. März 2009

Sinn

Von Eichen
soll man weichen

und besser dicke Buchen
suchen,

denn die sind stark
und dabei sehr autark.

Sie stehen im Wald sehr fest,
doch leider geben unsere Abgase ihnen schnell den Rest.

Ihre bunten Triebe
blühen auch aus Menschenliebe.

"Grünen ist ihr Daseinszweck"
behauptet mancher Wanderer keck.

Doch wer so etwas denkt,
den Geist stets von dem Wesentlichen ablenkt,

denn unser Sein,
hat hinter allem Schein

nur einen einzigen großen Sinn,
zu erfahren, wer ich bin.

Das gilt selbstverständlich auch für Bäume,
wer was and'res denkt, hat Träume.

Mordgelüste

Er ermordete immer wieder gern
den ein oder anderen Herrn.

Die konnten sich dann nicht mehr beschwer'n
und ihm diese Lüste verwehr'n.

Die drei Frauen von eben,
die ließ er - charmant wie er war - leben.

Auch Kinder fand er nett
und meistens nicht sehr fett,

aber die ließ er grundsätzlich leben,
und tat zur Abwechslung dann lieber mal einen heben.

Später dann,
schnappt er sich wieder einen Mann
und dann kamen weitere dran.

So ging das schon lang
und den Leuten war bang.

Dann wurde er traurig,
denn für ihn wurde es jetzt schaurig,

als es keine Männer mehr gab,
nichts mehr zu Knuddeln
und erwürgt zu Verbuddeln.

Sonntag, 22. März 2009

Farbspiel um eine Tante

Die graue alte Tante,
mich sofort erkannte,
als ich sie überrannte.

Sie war sofort tot,
trotzdem sah sie nicht rot.

Später wurde sie grün
und hat mir verziehn.

Nach dem Unfall trank ich mich blau
und ging schnell zu meiner Frau.

Mein Gesicht war kreideweiß
und wurde langsam ziemlich heiß.

Im orangenen Krankenhaus,
zog ich sofort die Hosen aus.

Das gelbe Bad, das tat mir gut,
und entfache bei mir neuen Mut.

Und in meinem braunen Wohnzimmer drin,
dachte ich nun sehr versonnen so vor mich hin,

und dann – und das ist ungelogen,
sah ich am Himmel 'nen tollen Regenbogen,

drauf sitzend ich sofort erkannte –
meine selige Tante!

Freitag, 20. März 2009

Der Alte

Die Stirn hing dem Sohn in Falten,
denn er dachte an seinen Alten.

An seinen Papa
und wie schön es mit ihm früher war.

Doch der war längst erkaltet,
und bereits ziemlich umgestaltet,
ja sogar von Maden schon verwaltet.

Ein Knochen war noch ziemlich heil,
der hatte die Form eines Beil.

Jedoch das rechte Auge,
war zu nichts mehr tauge.

Ja auch die Brille,
saß auf der Zahnesrille.

So sinnierte und dachte er vor sich hin,
doch solche Gedanken waren kein Gewinn.

So verband er sich mit des Vaters Geist,
was dieser augenblicklich preist.

Beide lachen und strahlen und telepathieren nun recht fein,
zur Not geht das auch ohne Gebein.

Natürlich geht's auch ohne Kopf,
aber das ist ja ein alter Zopf.

So spricht der Sohn mit dem Papa,
ist das nicht einfach wunderbar?

Mittwoch, 18. März 2009

Das Schutzblech

Das Fahrradschutzblech in seiner Wade,
das fand er ziemlich fade,

und der kleine Dynamo in seinem Po,
der macht ihn auch nicht wirklich froh.

Dies alles er bedachte,
als er benommen aufwachte.

Auch der Radfahrer war längst weg,
- so ein Dreck.

Dieses Abhauen war nicht sehr fein,
ja im Grunde sogar - sehr gemein.

Er dachte, während er langsam anfing zu laufen,
- ob man den Dynamo noch kann verkaufen?

Doch das Schutzblech in seinem Bein ihn irgendwie störte,
weil es dort einfach nicht hingehörte.

Auch war an dem Schutzblech schlammiger Dreck,
also musste es jetzt ganz schnell dort weg.

Während er beherzt daran zog,
das Schutzblech sich leider nur immer mehr verbog.

Es durchschüttelte ihn der Schmerz,
das war jetzt aber wirklich gar kein Scherz.

Das Schutzblech färbte sich jetzt zunehmend rot
und er dachte bald bin ich wohl tot.

Doch das Blech hatte sich im Bein nur leicht verharkt,
sozusagen nur falsch eingeparkt.

Geschickt bog er das Blech nur leicht hin und her,
doch der Schmerz wurde mehr und mehr.

Zuletzt - nach gewitzten Schlenker mit fein dosiertem Zucken,
da tat das Blech endlich nicht mehr aufmucken.

Er fühlte sich nun endlich wieder frei,
der Rest war ihm völlig einerlei.

Weil es vom Bein noch rot tropfte,
sein Herz zum Ausgleich halt etwas stärker klopfte.

Dieses Schutzblech kann ich wohl nun nicht mehr verkaufen,
dachte er nun beim schnellen Laufen.

Putzend packte er das Schutzblech ein,
denn Ordnung musste sein.

Weil er keine Tasche hatte beließ er den Dynamo dort,
- an diesem ganz besonderen Ort.

Er war ja bereits gut verstaut,
nur höchstwahrscheinlich ziemlich eingesaut.

Dienstag, 3. März 2009

Inflation

Eine Inflation,
ja - die gibt es bei uns schon
- und zwar schon sehr lang,
doch, weil kaum wahrnehmbar, macht sie noch keinem bang.

Letztlich werden wir ja nur belogen
und um unser (klein)-bißchen Geld betrogen.

Seit der Einführung des Teuro,
- sorry, ich meinte den Euro,
ist alles plötzlich nur noch halb soviel wert,
doch wie gesagt - hier findet das ja kaum einer verkehrt.

Die offizielle Statistik immer nur 2 -3 % nennt,
und damit sich um ziemlich viele Prozente verrennt,
eine Lügen-Statistik, die die Realität verkennt
und damit die Wahrheit völlig verpennt.

Auch wenn die meisten sich noch daran zu glauben weigern,
demnächst wird sich die Inflation noch ziemlich steigern,
letztlich mangelt's schon heut' dafür nicht - an klaren Zeigern.

Ja - eine wunderschöne Hyperinflation,
wird bald sein - unser aller höchstverdienter Lohn.

Doch geruhsam die meisten lieber weiterhin denken,
unsere Politiker werden's doch wohl noch mal lenken.
Nur wenn wir diesen Vertrauen schenken
wird sich alles wieder schön einrenken
und dann wird's so werden wie's mal wahr
- das ist doch wohl sonnenklar.

Wer's anders sieht ist halt ewiger Pessimist
und solche bemitleidenswerten Typen man besser schnell wieder vergisst.

Um beinahe jede Bank zu retten
- und darauf braucht man gar nicht erst wetten,
gibt es über Nacht zig Milliarden
und karitative Einrichtungen müssen zum Ausgleich auf Cents jahrelang warten.

Wir Bürger sollen ja auch schließlich für alles zahlen,
deshalb gibt's ja schließlich auch immer wieder nette Wahlen.
Dafür dass Manager im Geldrausch taten alles Geld verzocken,
dafür darf jetzt die Allgemeinheit länger hocken.
Sozialleistungen gibt es daher (aus zwingenden Sachgründen) bald überhaupt keine mehr,
sich das auszurechnen fällt wirklich nicht sehr schwer.

Da für Bankenrettung eigentlich längst kein Geld mehr vorhanden ist,
greift man nun fortwährend zu einer kleineren List,
man lässt das Geld sich im Überfluss drucken,
keiner der Verantwortungsträger tut da noch mit der Wimper zucken.
Denn für diese Stars geht's hier ums nackte Überleben
und darum seinen Posten nicht vorzeitig abzugeben.

So dehnt man diese Blase weiter aus und versucht sie zu retten
und doch verzögert man damit nur kurz - das letzte Betten.
So richtig übel wird’s für unsere Nasen,
wenn dann urplötzlich platzen diese stinkendfaulen Blasen.

Aber auch Hyperinflation bringt was Gutes auf die Welt,
denn zu Hause nehmen wir dann unser ganzes Geld
und tun es wohlig im Kamin verbrennen,
ja - dann können wir endlich wieder bei Wärme pennen.

Fragen und Besorgungen

Am frühen frühen Morgen,
tat sie's ihm mal eben schnell besorgen.

Später dann tat er entsetzt klagen,
über ihre allzu vielen Fragen.

In ihm war ein unglaublicher Tumult
und er glaubte sie war daran schuld.

Um sich abzulenken las er dann ein Buch,
doch sie fragte ständig weiter - oh welch ein Fluch.

Ihr Haar glänzte dabei himmlisch wie Gold,
doch er fand sie gar nicht mehr besonders hold.

In übergroßer Eile ging er in die Stadt,
denn diese Fragen hatte er unendlich satt.

Die Fragen taten ihm nur das Hirn vernebeln
und sein ganzes Wesen irgendwie knebeln.

In der Stadt war es ziemlich schön,
nur leider war starker Föhn.

So brummte immer mehr sein Kopf,
zur Erleichterung öffnete er seinen schönen Zopf.

Wegen der aufkommenden Schwüle,
bekam er nun zunehmend hitzigere Gefühle,
gewieft suchte er alsbald die Kühle
und aß daher schnell ein Eis im Gewühle.

Dieses klebrige riesengroße Eis,
stellte sofort ab bei ihm den Schweiß
und da es bei ihm überall bereits klebte,
wusste er jetzt - Gott sei Dank - dass er noch lebte.

Übermorgen früh wollte er's dann ihr besorgen,
drum tat er sich schnell noch rosarote Netzstrümpfe ausborgen.

Diese Besorgung machten ihn wieder heiter
und so ging er ganz schnell weiter.

Der Tumult in ihm verstummte
und nur noch sein Hinterteil etwas brummte.

Zu Hause ließen ihn dann ihre vielen Fragen,
in keinster Weise mehr verzagen.

Er war von solchem ungeheuren inneren Glück,
dass er endlich mal fragte zurück.

Ab sofort stellte nur noch er die Fragen,
so geht das nun schon seit Tagen...

Freitag, 27. Februar 2009

unsere Parteien

Unsere Parteien -
entzweien.

Anstatt zu vereinen,
bringen sie uns nur zum weinen.

In einem sind sich beinahe alle Parteien gleich,
wenn's um Authentizität und Wahrheit geht - wird jede früher oder später weich.

Vordergründig geht es immer nur um des Bürger Wohl,
doch wenn man diese Sprüche mal verfolgt sind sie oft hohl.
Denn in diesen Vereinigungen geht es professionell um Lügen
und Land und Leute stets konsequent um die Wahrheit zu betrügen.

Der Rest an Parteigehabe ist billige und leicht durchschaubare Verpackung
und sorgt bestenfalls beim Bürger für geistige Verschlackung.

Unsere Parteien - nur eins interessiert sie,
dass wir sind - und bleiben - das dumme Stimmenvieh.

So gesehen war es den Parteien in Wahrheit schon immer recht,
das unser Bildungsystem ist so schlecht.
Denn nur ungebildete und dumme Bürger wählen noch gern,
diese ganz und gar verlogenen Damen und Herrn.

Sinkt dann ständig ab die Wählerquote,
steht heimlich über Nacht die Erhöhung der Wählerstimmenpauschale zu Gebote.

Dieses selbstgefällige Pack ist halt nur auf eins bedacht,
es will bis ums Verrecken Macht.

Macht nur um des puren Machterhaltungswillen,
bis vor Machtrausch der Sabber tut aus den Augen quillen.

Wie vermissen Parteien mit ehrlichem Profil und klaren Visionen,
denn nur danach zu streben würde sich dauerhaft und ernsthaft lohnen.

Das würde bedeuten wir könnten endlich wieder gehn wählen
ohne uns zu dabei total zu quälen.

-----------------------------------------------

FDP = Fiese Doppelmoral Plage

CDU = Chauvinistisches Dumpfbacken Unglück

CSU = cholerisches Saubatzi Unheil

SPD = Sich-selbst-suchende Polit Dödel

Grüne = auch hier gibt's schon lange keine Hoffnung mehr

Montag, 23. Februar 2009

Klo

Er saß auf dem Klo
und war ziemlich froh.

Die Schüssel war voll
und das fand er toll.

Er war jetzt am Ziel
und dazu gehört recht viel.

Er sprach sich aus ein Lob,
was ihn noch mehr erhob.

Trotzdem drückte er weiter,
die Schüssel wurde ständig breiter

- und schließlich zerbrach -
welch ein erfolgreicher Tag!!!

Sonntag, 22. Februar 2009

Die Nase

Seine viel zu große Nase
roch unentwegt fast alle Gase.

Vieles war ihm sehr, sehr lieb,
doch manches and're war ein Hieb.

Wenn er im Kaufhaus einfach nur roch,
was da so alles in ihn kroch
bereitete ihm das häufig Qualen,
insbesondere, wenn Menschen trugen Sandalen,
deswegen tat er auch meist nichts bezahlen.

Aber auch so manche Strümpfe
ergaben Grund für Nasengerümpfe.

Deswegen wuchs er von den Leuten weg,
größer werden war sein zeitweiliger Lebenszweck.

Bei 5 Meter und zwanzig roch er schließlich nicht mehr,
wenn die Butter im Kühlschrank war ranzig.

Die Höhenluft, die tat ihm gut,
und jeder sah jetzt seinen schönen Hut.

So lebte er nun ruhig mit seiner Nase,
nur noch störten ihn seine eigenen Gase.

Donnerstag, 12. Februar 2009

"der Jo"

Der Jo mit seiner Schreiberei,
der macht mich immer wieder froh.

Als wahrer Meister der Sprache ist es wirklich kein Frage,
dass er bringt ständig tiefschürfende Formulierungen zu Tage.

Fast schon regemlässig er völlig ungeniert,
immer wieder neue interessante Gedanken gebiert.

Auch wenn er sich dabei manchmal dabei verliert,
er mich einfach zutiefst immer wieder aufs neue inspiriert.

Das tut mir in der Seele gut
und macht immer wieder neuen Mut,
mit ihm hier zusammen zu schreiben das tut so was von gut.

Dieser Kerl der macht mich wach
und ich vor Freude über sein inspirierendes Schreiben
manchmal vor Freude nur noch lach.

Er denkt nach über alle Einzelheiten des Lebens
und das ist - so scheint mir - niemals vergebens.

Er ist ein wahrhaft kluger Geist
und in seinen philosophischen Welten schon weit gereist.

Ja, auf seine ureigenste Weise,
ist er schon unheimlich schlau -
durch seine lange Reise.

Manchmal weis er zu wenig von seinem eigenen inneren hohen Wert,
aber auch das ist nicht wirklich verkehrt.

Unbeirrt er immer die Essenz von allem sucht,
auch wenn er dabei selber öfters mal etwas flucht.

Nicht alles was er schreibt wird für mich völlig klar,
doch trotzdem bleibt es für mich wahr,
stellt es doch seine Wahrnehmung dar,
und letztlich sind Mißverständnisse zwischen uns rar.

Immer sucht er den Sinn,
nur das bringt ihm letztlich den Gewinn.

Seine wahren Ziele sind geistiger Natur
und zwar - so was von pur.

Er ist schlicht und ergreifend in existenzielle Fragen verliebt,
schön das es ihn - so wie er ist - gibt.

Sonntag, 18. Januar 2009

RoKo

Über den ollen RoKo
da war fast keiner froh.
Nur die sich gern quälten
ihn immer wieder wählten.

Es ist kaum zu verstehen
RoKo will nicht vergehen.
Jedoch erfolgt seine Wiederwahl,
zunehmend mit kleiner werdender Wählerzahl.

Bei vergangen Wahlen hatte sein großes Hobby Platz,
die unverblümte Ausländerhatz.
Auch bei dieser Wahl machte er auf Klarheit und kompetent,
wen wunderts, wenn er sich da wieder verrennt.

Nachhaltigkeit ist bei ihm schon lange ein wichtiges Schlagwort,
doch sind seine Pläne dazu leider nur für'n Abort,
denn seit vielen Jahren ruiniert er professionell unser Land
und ist durch die vielen gemachten Schulden nur zu bekannt.

Dieser Zweibeiner liebt die Macht,
in seinem Hirn ist es leider meist nur Nacht.
Er erbaut Leuchttürme mitten auf dem Land
manche zweifeln an seinem Verstand.

Vom Volksvermögen kauft er gerne Schlösser mit Geweihen,
der Geldadel tut's ihm gerne verzeihen.
Das Tafelsilber verkauft er gerne,
um die Zukunft aller tat er sich noch nie scheren.

Sein Blick und Schaffensdrang ist von Kurzsichtigkeit geprägt,
nur er mit langfristiger Strategie schon an Merkelmäuschens Stühlchen sägt.
Er ist ein wahrer christlicher Demokratenheld,
für den vor allem nur er selber zählt.

Soziale Verbände sind für ihn ein Graus,
denen nimmt er gern die Gelder raus.
Ein Staatsweingut baut er neu
und hat vor hohen Kosten keinen Scheu.

Auch Proteste nimmt er gern in Kauf,
ja, ja da schei..t er einfach drauf.
Er will das Studenten viele Gebühren zahlen,
taktisch tut er dazu schweigen vor den Wahlen.

Solche Typen erzeugen - und das ist das fiese -
leider unsere heutge Krise.

t.b.c.


und die Moral von der Geschicht
vertraue diesem Köchlein nicht,
denn seine Suppe ist versalzen,
auch wenn es selbstverliebt tut balzen.

Lebenstraum

Sein Lebenstraum,
man glaubt es kaum,
bestand aus weißem, sahnigen Schaum.
Der sollte 1000 m hoch gehäuft
so stehen, daß man darauf läuft.
So packte dieser schlaue Mann
alsbald dies segensreiche Werk dann an.
Er kauft beim Aldi Sahnetüten
– bald kam er drauf, die nur zu mieten –
und schleppt sie dann nach Tannheim rauf,
wo bereits ein großes Bergerl türmt sich auf.
So nahm die Sache ihren Lauf,
etliche Entbehrungen nahm er dafür in Kauf.
So entstand sein großer weißer Traum
aus feinstem weißen Sahneschaum.
Und die Moral von der Geschicht':
verzage vor absonderlichen Träumen nicht.

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