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Dienstag, 3. März 2009

Inflation

Eine Inflation,
ja - die gibt es bei uns schon
- und zwar schon sehr lang,
doch, weil kaum wahrnehmbar, macht sie noch keinem bang.

Letztlich werden wir ja nur belogen
und um unser (klein)-bißchen Geld betrogen.

Seit der Einführung des Teuro,
- sorry, ich meinte den Euro,
ist alles plötzlich nur noch halb soviel wert,
doch wie gesagt - hier findet das ja kaum einer verkehrt.

Die offizielle Statistik immer nur 2 -3 % nennt,
und damit sich um ziemlich viele Prozente verrennt,
eine Lügen-Statistik, die die Realität verkennt
und damit die Wahrheit völlig verpennt.

Auch wenn die meisten sich noch daran zu glauben weigern,
demnächst wird sich die Inflation noch ziemlich steigern,
letztlich mangelt's schon heut' dafür nicht - an klaren Zeigern.

Ja - eine wunderschöne Hyperinflation,
wird bald sein - unser aller höchstverdienter Lohn.

Doch geruhsam die meisten lieber weiterhin denken,
unsere Politiker werden's doch wohl noch mal lenken.
Nur wenn wir diesen Vertrauen schenken
wird sich alles wieder schön einrenken
und dann wird's so werden wie's mal wahr
- das ist doch wohl sonnenklar.

Wer's anders sieht ist halt ewiger Pessimist
und solche bemitleidenswerten Typen man besser schnell wieder vergisst.

Um beinahe jede Bank zu retten
- und darauf braucht man gar nicht erst wetten,
gibt es über Nacht zig Milliarden
und karitative Einrichtungen müssen zum Ausgleich auf Cents jahrelang warten.

Wir Bürger sollen ja auch schließlich für alles zahlen,
deshalb gibt's ja schließlich auch immer wieder nette Wahlen.
Dafür dass Manager im Geldrausch taten alles Geld verzocken,
dafür darf jetzt die Allgemeinheit länger hocken.
Sozialleistungen gibt es daher (aus zwingenden Sachgründen) bald überhaupt keine mehr,
sich das auszurechnen fällt wirklich nicht sehr schwer.

Da für Bankenrettung eigentlich längst kein Geld mehr vorhanden ist,
greift man nun fortwährend zu einer kleineren List,
man lässt das Geld sich im Überfluss drucken,
keiner der Verantwortungsträger tut da noch mit der Wimper zucken.
Denn für diese Stars geht's hier ums nackte Überleben
und darum seinen Posten nicht vorzeitig abzugeben.

So dehnt man diese Blase weiter aus und versucht sie zu retten
und doch verzögert man damit nur kurz - das letzte Betten.
So richtig übel wird’s für unsere Nasen,
wenn dann urplötzlich platzen diese stinkendfaulen Blasen.

Aber auch Hyperinflation bringt was Gutes auf die Welt,
denn zu Hause nehmen wir dann unser ganzes Geld
und tun es wohlig im Kamin verbrennen,
ja - dann können wir endlich wieder bei Wärme pennen.

Freitag, 27. Februar 2009

unsere Parteien

Unsere Parteien -
entzweien.

Anstatt zu vereinen,
bringen sie uns nur zum weinen.

In einem sind sich beinahe alle Parteien gleich,
wenn's um Authentizität und Wahrheit geht - wird jede früher oder später weich.

Vordergründig geht es immer nur um des Bürger Wohl,
doch wenn man diese Sprüche mal verfolgt sind sie oft hohl.
Denn in diesen Vereinigungen geht es professionell um Lügen
und Land und Leute stets konsequent um die Wahrheit zu betrügen.

Der Rest an Parteigehabe ist billige und leicht durchschaubare Verpackung
und sorgt bestenfalls beim Bürger für geistige Verschlackung.

Unsere Parteien - nur eins interessiert sie,
dass wir sind - und bleiben - das dumme Stimmenvieh.

So gesehen war es den Parteien in Wahrheit schon immer recht,
das unser Bildungsystem ist so schlecht.
Denn nur ungebildete und dumme Bürger wählen noch gern,
diese ganz und gar verlogenen Damen und Herrn.

Sinkt dann ständig ab die Wählerquote,
steht heimlich über Nacht die Erhöhung der Wählerstimmenpauschale zu Gebote.

Dieses selbstgefällige Pack ist halt nur auf eins bedacht,
es will bis ums Verrecken Macht.

Macht nur um des puren Machterhaltungswillen,
bis vor Machtrausch der Sabber tut aus den Augen quillen.

Wie vermissen Parteien mit ehrlichem Profil und klaren Visionen,
denn nur danach zu streben würde sich dauerhaft und ernsthaft lohnen.

Das würde bedeuten wir könnten endlich wieder gehn wählen
ohne uns zu dabei total zu quälen.

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FDP = Fiese Doppelmoral Plage

CDU = Chauvinistisches Dumpfbacken Unglück

CSU = cholerisches Saubatzi Unheil

SPD = Sich-selbst-suchende Polit Dödel

Grüne = auch hier gibt's schon lange keine Hoffnung mehr

Montag, 16. Februar 2009

Spachlosigkeit

(das Nachfolgende - vom Dezember 2007 - hatte ich verlegt und heute erst wieder ausgegraben)

Versteinerung, ohnmächtige Stille, Unfähigkeit etwas zu fühlen, Betäubung, Schmerzen im Kopf und im Bauch, trostlose Gedanken, kein innerer Antrieb, Farblosigkeit, leeres Denken im Gehirn, Kreisen der Gedanken, Ablaufen der letzten Stunden ohne Farbe, Hoffnungslosigkeit, neben mir mein toter Sohn, der Hoffnungsträger für vieles, unfassbarer Schmerz im Herz.
Wie konnte das passieren? Warum sagt mir das keiner? Wer ist für Gerechtigkeit zuständig? Warum wird der nicht bestraft? Was ist der Zweck? Was ist der Sinn? Wozu? Warum? Will man uns bestrafen? Will man uns demütigen? Will man uns verarschen? Will man uns zertreten wie kleine Käfer? - so fühle ich mich - in den Boden getreten und dann den Fuß drauf rumgedreht.
Wenn ich wählen könnte, dann lieber lebenslänglich und einen gesunden Sohn - das würde wenigstens Sinn machen.
Uns wurde alles genommen - die Hände sind leer - bald können wir nichts mehr anfassen von ihm - Unfassbarkeit.
Eine letzte Nacht habe ich zusammen mit meinem lieben Sohn Felix zusammen im Bett verbracht. In seiner Kälte geht er von mir. Ich kann ihn nicht halten. Er wandelt sich und verteilt sich bereits wieder an die Welt.
Er konnte nicht leben auf dieser Welt - er war nur gebaut um in seiner Mutter zu leben, da ging es ihm meistens gut. Beim Verlassen des Mutterleibs war sein Leben schon fast beendet. Er sah die Welt nie. Die Augen immer geschlossen. Er wollte und konnte nicht selbst atmen. Sein Körper war dazu nicht geschaffen.
Er sagte uns noch Tschüss und ging in rot-weißer Fahrt zu seinem blauen Stern - ein weißer Engel - ein Großer. In Liebe streichelte er seiner Mutter beim Abschied lange durchs Haar. Es tat ihm sehr leid. Er wusste wie schwierig es für uns war. Aber es stand nicht in seiner Macht. Er hat uns sein Leben gebracht und gelebt wie er es konnte. Es war nur ein Blitzbesuch nach seiner Geburt.
Das Leben ist wie das Leben eben ist und manchmal da hofft man im falschen Film zu sein, aber es ist leider unfassbare Wirklichkeit. Ich bin wie ein Fels unfähig zu trauern - fest und verschlossen - nur der Kopf arbeitet ratternd. Eine leere dunkle Zeit. Es ist immerwährende Nacht - eine Nacht voller Schmerzen - eine Nacht ohne Morgen - eine Nacht mit unendlicher Kälte - eine Nacht der Erstarrung.
Mein Gott warum hast du uns verlassen?

Sonntag, 18. Januar 2009

Pechvögel

(das Nachfolgende wurde im Dezember 2007 geschrieben)

Wir sind Pechvögel,
uns verfolgt das Pech.
Dank seiner Flügel kann es uns überall finden,
und uns nach Herzenslust schinden.
Wenn Du denkst, mehr Unglück und Pech geht nicht mehr,
kommt von irgendwoher noch größeres her.
Auch der liebe Gott
macht ein Komplott.
Er zerstört unsere Sterne
und das macht er gerne.
Ich weiß nicht warum
– vielleicht sind wir dumm?
Es macht scheinbar Spaß
uns zu folgen wie ein Has',
wenn das so weiter geht, hilft nur noch Gas.
Er folgt uns mit Geduld
– vielleicht denkt er, wir sind schuld.
Ich lass mich nicht schocken,
ich tu hier nur hocken
und warte und warte
und zieh mein Inneres zu Rate.
Ich tu alles überdenken,
was Gott scheint zu lenken.
Ist der böse Fluch
ständig nach uns auf der Such'?

Schicksalsschlag

(das Nachfolgende habe ich einen Tag nach dem Tod von Felix geschrieben)
Der Bauch krampft
und es innerlich leicht dampft.
Vieles steht quer
– das Gefühl sagt, es geht nichts mehr.
Die eigene Kraft
schmort nutzlos im eigenen Saft.
Nur die Feder schreibt,
das ist das einzige, was bleibt.
Im Herzen ist Trauer,
keine Spur von Power.
Innerlich ist es schwarz
über allem liegt Harz.
Alles ist überklebt,
was sonst fröhlich lebt.
Der Schmerz zieht in den Bauch,
so ist es bei ihm Brauch,
und auch seine Knie
verzeih'n ihm das nie.
Er weiß nicht wohin,
es macht alles keinen Sinn.
Es gibt sich Zeit
und ist innerlich bereit,
einfach zu warten
und dabei zu graben im eigenen inneren Garten.
Vielleicht kann er bald verstehn,
was gestern ist geschehn?
In ihm ist tiefste Nacht
– ein Schlag traf ihn mit Macht.
Er versteht nicht den Sinn
und wo ihn das führen soll hin.
Es bleiben nur Fragen
und großes Wehklagen.

Leid

(das Nachfolgende habe ich im Dezember 2007 kurz nach der Geburt meines Sohnes Felix geschrieben)

Ganz ohne Neid
erzählte er von seinem Leid,
die Augen waren vor Schreck ganz weit.
Hoffnungslosigkeit erfüllte seine Stimme,
er fühlte sich gebrochen in tiefstem Sinne.
Ein weiter Stern war aufgegangen,
doch seine zu erkennende Bahn,
die legte ihn lahm.
Diese Bahn stand völlig fest,
das gab ihm den Rest,
Es zerriß ihm das Herz
vor abgrundtiefem Schmerz.
Er konnte es nicht glauben,
es tat ihm alle Sinne rauben.
Man sagte ihm, in jedem Lebensstück,
liegt immer auch Glück.
Er aber wusste nicht wo,
in ihm brannte es lichterloh,
denn vor tiefem Schmerz
entzweite es ihm das Herz.
Die Lucie schaut in aller Ruh
von ihrem fernen Sternchen zu.
Sie liebte ihre Brüder und auch ihre Eltern
und schickte oranges Liebeslicht,
weil alle waren darauf erpicht,
natürlich auch der Felix,
der gestern war gestiegen aus seiner kleinen Helix.
Ihm ging es gut,
er war voller Mut,
er war voller Tatendrang,
nur er dabei nicht sang.
Er war gekommen,
und war noch etwas benommen.
Er war innerlich rot
und kannte keine Not.
Er wusste, was er tat,
er brauchte keinen Rat,
und war auf seiner Reise
bereits unglaublich weise.
Er stand über den Dingen,
die vielen den Blick verhingen.
Er war ein kleiner Wicht
mit schönem Angesicht
und ganz darauf erpicht,
uns zu bringen sein Licht.

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